Terraristik – Teil 2 – Die erste Vogelspinne

Einige Jahre später…

…wurde es Zeit für etwas Neues, dass mit acht Beinen, acht Augen, jeder Menge Haare und kräftigen Kieferklauen ausgestattet ist. Kurz eine Vogelspinne:

Die erste war eine Brachypelma albopilosum (Kraushaarvogelspinne). Wie bei den meisten Vogelspinnen ist ihr Biss für den Menschen ungefährlich. Nur Allergiker könnten ein kleines Problem bekommen und die Schmerzen durch die langen Kieferklauen sind natürlich auch nicht ohne.

Das Terrarium

Der Boden des Terrariums besteht aus einer 10-15 cm hohen Schicht Blumenerde von Floraplus oder Compo Sana (beide Produkte sind laut Stiftung Warentest sehr hochwertig). Genauso gut kann man aber auch ganz normale Walderde verwenden.

 

Das Terrarium wird bei Bedarf von oben durch einen 35W Halogenstrahler erwärmt und beleuchtet. Eine Wärmematte (z.B. ThermoLux oder JBL TerraTemp) sollte man nicht unter das Terrarium legen, denn Vogelspinnen graben sich u.a. in die Erde ein, weil es dort kühler ist. Von unten sollte also keine Wärme kommen.

Die Luftfeuchtigkeit von ca. 75° wird durch eine große Wasserschale und regelmäßiges Gießen erreicht. Damit nichts schimmelt, werden weiße Asseln (Trichorhina tomentosa) und Springschwänze (Collembola) im Terrarium angesiedelt. Im Gegensatz zu unseren heimischen Kellerasseln, sind die weißen Asseln mit ihren maximal 4 mm zu klein, um für die VS als Beutetier in Frage zu kommen.

Der Halogenstrahler wird durch eine digitale Zeitschaltuhr geregelt und in der Nacht abgeschaltet, da sich das Terrarium dann auf ca. 20° (Zimmertemperatur) abkühlen sollte. Tagsüber sind etwa 23°C bis maximal 26°C angebracht. Als Versteckmöglichkeit reicht ein großes rundes Stück Korkrinde:

Eine Wasserschale sorgt für zusätzliche Luftfeuchtigkeit. Begrünt wird das Ganze durch die unverwüstliche Rankenpflanze Scindapsus aureus. Sie braucht nur wenig Licht und hatte sich schon in meinem alten Terrarium seit vielen Jahren bewährt.

Nachts beobachten

In der Nacht können rote LED Lampen eingeschaltet werden, um die Achtbeiner zu beobachten. Da Vogelspinnen nur das Licht wahrnehmen, welches eine Wellenlänge von 350 bis 640 nm hat, ist rotes Licht mit einer Wellenlänge von 650 bis 750 nm für sie nicht sichtbar.

In vielen Terraristik Shops findet man blaue „Mondlichtlampen“, die sich auch für die Nacht eignen sollen. Da blaues Licht jedoch eine Wellenlänge zwischen 420 und 490 nm hat, ist es für die Spinne sichtbar. Deshalb ist meiner Meinung nach rotes Licht besser, auch wenn es nicht ganz so „cool“ wie blaues aussieht.

Terrarium Rückwand

Die mitgelieferte Rückwand des Exo-Terra Glasterrariums ist meiner Meinung nach ziemlich hässlich. Auf dem folgenden Foto (zum Vergrößern anklicken) sieht man, dass die kleinen Styroporkugeln, aus denen die Rückwand gepresst wurde, wegen der schwachen Bemalung immer noch deutlich zu erkennen sind.

Dadurch sieht die Rückwand billig und unecht aus. Aus diesem Grund habe ich sie entfernt und durch eine bessere, allerdings auch nicht ganz billige, ersetzt. Die Rückwand heißt Hobby® AMAZONAS 3-D-Background und sieht sehr echt aus.

Auf dem folgenden Foto (zum Vergrößern anklicken) erkennt man, dass keine Styroporstruktur mehr sichtbar ist. Sie besteht nämlich aus einer Art Styropor-Schaumstoff und hat eine sehr intensive Bemalung. Auch die 3D Struktur bzw. das Relief sieht viel besser aus.

Die Rückwand wird in einer blauen Box verkauft, die Folie der Box habe ich für das Foto entfernt.

Nachdem die Rückwand an zwei benachbarten Seiten ein wenig gekürzt wurde, sieht sie im Exo-Terra Terrarium für Baumbewohner dann so aus.

Hier noch ein paar Vergleichsbilder:

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