Terraristik – Teil 13 – Milbenbefall bei Vogelspinnen

Parasiten und Milben

Eine Vogelspinne kommt manchmal nicht allein, sondern bringt gleich ein paar weitere Spinnentiere mit, nämlich Milben:

Milben sind jedoch per se keine Krankheit oder Gefahr! Es gibt tausende von Milbenarten und nur die wenigsten können einer Vogelspinne schaden. Die meisten sitzen einfach nur zwischen den Cheliceren und ernähren sich dort von Futterresten. Damit halten sie die Vogelspinne sogar sauber, man spricht von einer Putzsymbiose.

Eine Behandlung ist daher in der Regel nicht nötig. Es reicht aus, einfach nach der nächsten Häutung sofort die Exuvie zu entfernen, wodurch die Milben deutlich reduziert werden oder sogar vollständig verschwunden sind, da sie sich auf der abgeworfenen Haut befinden.

Behandlung

Nehmen Milben auf einer Vogelspinne jedoch überhand (z.B. weil das Tier sehr alt ist und sich nicht mehr ausreichend putzt) oder man hat den Eindruck, das Tier leidet unter den Milben, dann kann man wie folgt gegen sie vorgehen (natürlich auf eigenes Risiko!):

  1. Die Vogelspinne in eine luftdichte Dose setzen
  2. Eine kleinere Dose mit Backpulver dazustellen
  3. Wasser auf das Backpulver geben (es darf nicht überschäumen!) und die Dose luftdicht verschließen
  4. Das Backpulver reagiert mit dem Wasser und gibt CO2 frei, wodurch ein Spiderling nach ca. 10 Minuten und eine größere Spinne nach ca. 30 Minuten betäubt ist
  5. Die Milben müssen nun schnell entfernt werden, z.B. mit einem Pinsel oder vorsichtig mit einer Pinzette bzw. einem Zahnstocher
  6. Der Vorgang kann öfters wiederholt werden. D.h. sobald man merkt, dass das Tier „wach“ wird, schließt man einfach wieder den Deckel damit sich das CO2 erneut in der Dose sammelt
  7. Die Betäubungsdauer kann natürlich je nach Tier und Größe schwanken, also einfach mal ein bischen experimentieren. Keine Sorge, die Spinne ist in der Regel nicht blitzartig wieder voll bei Sinnen. Nach dem „Aufwachen“ machen sie in Sachen Motorik eher einen betrunkenen Eindruck.
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Ein Kommentar zu Terraristik – Teil 13 – Milbenbefall bei Vogelspinnen

  1. Hallo ich habe nur grosse Angst dass meine Brachypelma smithii
    nicht wieder aufwacht .Das wäre sehr schlimm .
    Habe die Vermutung dass es sich um Futtermilben handelt da diese mit den Heimchen
    und Grillen mit in das Terri gekommen sind .Gibt es da wirklich keine andere Alternative ?
    VG. Hella

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